Landfunk 20-1-16

Wie gefährlich sind Plastikpatikel für Meerestiere?

Plastik verrottet nicht. Für die Meere wird das zum Problem. Winzige Plastikreste schweben im Wasser und landen im Magen vieler Tiere - auch in den von Makrele, Kabeljau und anderen Speisefischen.

Das haben Biologen vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven in einer Studie an Fischen aus Nord- und Ostsee nachweisen können. Was passiert, wenn wir diese Fische verzehren? Ob eine Gefahr für den Menschen besteht, können die Forscher zurzeit noch nicht abschätzen.

Im Meer lassen Wind, Wellen und Licht Kunststoff in nur wenige Millimeter große Partikel zerfallen. Forscher nennen diese Reste Mikroplastik. Gefunden wurden sie schon in allen Weltmeeren, wo sie nicht nur Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden bedrohen. Zwei neue Studien von AWI-Wissenschaftlern haben gezeigt, dass auch Fische in Nord- und Ostsee sowie Meeresschnecken die Plastikteile fressen.

Für die erste Studie untersuchten die Biologen Mageninhalt und Verdauungstrakt von 290 Makrelen, Flundern, Heringen, Dorschen und Klieschen. Dabei stellten sie fest, dass die Makrele deutlich häufiger Mikroplastik verschluckt als in Bodennähe lebende Fische wie Flunder oder Kliesche. Heringe scheinen dagegen zu bestimmten Jahreszeiten gar keine Plastikreste aufzunehmen.

«Die Ursache dafür liegt vermutlich im Fressverhalten der Fische», teilte Studienleiter Gunnar Gerdts mit. Die Makrele habe die Plastikreste mit Beute verwechselt, während die anderen Fische diese bei der Futtersuche zufällig mitgefressen hätten. Mikroplastik treibe oft in hoher Dichte an der Wasseroberfläche und ähnele damit frisch geschlüpften Seenadeln, auf die Makrelen Jagd machen.

Ob die verschluckten Plastikreste die Fische krank machen, darauf haben die Forscher in der Studie keine Hinweise gefunden. Auch die Folgen für den Menschen, wenn er diese Fische verzehrt, lassen sich schwer abschätzen. «Viele Partikel finden sich in den Verdauungsorganen», sagt AWI-Experte Lars Gutow. Vor dem Verzehr werden die Fische ausgemommen.

Denkbar sei jedoch, dass sich im Fischdarm schädliche Chemikalien aus dem Kunststoff lösen und dadurch in den Körper des Tieres gelangen könnten. «Wir sind mit der Erforschung der Effekte noch ganz am Anfang», betonte Gutow.

Im Labor hat Gutow untersucht, ob Pflanzenfresser wie die Gemeine Strandschnecke Mikroplastik bei der Futtersuche aufnehmen. Diese frisst unter anderem Blasentang, auf dessen klebriger Oberfläche Plastikfragmente besonders gut haften.

Im Labor prüften die Wissenschaftler erst, wie viele Partikel sich auf den Algen festsetzten. Dann verfütterten sie Algen mit fluoreszierenden Plastikteilen an die Schnecken, die diese einfach mitfraßen. Allerdings schieden die Schnecken diese nahezu vollständig wieder aus.

Immer noch werden Millionen Singvögel gefangen

Das Rotkehlchen flattert aufgeregt mit den Flügeln, seine Augen sind qualvoll und panisch aufgerissen. Die feinen Halsfedern reiben an dem Fangnetz, das ein Wilderer aufgestellt hat und das es am Weiterflug hindert. Solche Szenen sind in Europa nicht selten.

Die illegale Vogeljagd ist weit verbreitet und gefährdet viele Vogelarten, besonders in Italien. Dort kämpfen Deutsche seit langem gemeinsam mit der italienischen Forstpolizei gegen das Töten.

«Die Tradition des Vogelfangs kommt aus Italien, und gleichzeitig ist Italien das Land, das am meisten dagegen vorgeht», sagt Andrea Rutigliano. Der Italiener arbeitet für die deutsche Organisation «Komitee gegen den Vogelmord» im Mittelmeerraum. «Am besten kämpfen Deutsche und Italiener zusammen.» Schon im Kindesalter zog er Waisenvögel auf. Während der Zugsaison und wenn die Tiere überwintern, ändert er seinen Schlafrhythmus. Nachts stellt er illegale Wilderer, tagsüber erholt er sich.

Bogenfallen, Fangkäfige, Leimruten, Netze oder sogar vom Himmel geschossen: Rund 5 bis 8 Millionen Vögel sterben jährlich einen qualvollen Tod durch die illegale Jagd in Italien, in Gesamteuropa sind es 20 bis 25 Millionen. Die internationale Naturschutzorganisation Birdlife stuft Italien als diesbezüglich schlimmstes Land nach Ägypten ein. «In Italien gelten Singvögel als Delikatesse», sagt Alexander Heyd, Geschäftsführer des «Komitees gegen den Vogelmord». Die Auswirkungen des Vogelwilderns sind dramatisch, vor allem für besonders bedrohte Arten wie Wespenbussarde, Habichtsadler und Steinschmätzer.

Das gefährdete Braunkehlchen ist eine italienische Spezialität. Doch auch Drosseln und Rotkehlchen stehen auf der Abschussliste. Besonders die Regionen Lombardei, Venetien, Kampanien, Kalabrien und Apulien sind in Italien betroffen.

Das Geschäft der Wilderer hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Während früher viele für eine Mahlzeit im eigenen Haus auf die Jagd gingen, ist das Jagen in den vergangenen Jahren immer kommerzieller geworden. So verkaufen viele Wilddiebe ihren Fang an Restaurants, Jäger, welche die Vögel als Köder benutzen, und Händler.

Laut Claudio Marucci, Chef der Anti-Wilderer-Einheit der Forstpolizei, ist dies gerade während der Wirtschaftskrise und zu Zeiten hoher Arbeitslosigkeit für viele zu einem lukrativen Geschäft geworden. Nach Angaben der Organisation «Caccia il Cacciatore» («Jagt den Jäger») kostet ein Fink auf dem Schwarzmarkt bis zu 100 Euro.

Schon seit 1975 ist die Bonner Organisation «Komitee gegen den Vogelmord» in Italien unterwegs. Mit etwa 400 Freiwilligen und mehreren Partnerorganisationen wie dem World Wide Fund for Nature (WWF) sowie der Forstpolizei im Rücken liegen sie nachts auf der Lauer, um illegale Wilderer festzunehmen. Der Corpo Forestale, die italienische Forstpolizei, ist eine bewaffnete, hochspezialisierte und sehr gut ausgebildete Einheit, die sich um Tier- und Naturschutz kümmert. «Die Zusammenarbeit ist exzellent», sagt Claudio Marucci. «Nachdem die Freiwilligen die illegalen Wilderer gefunden haben, bringen wir sie vor Gericht», fügt er hinzu. Dort erwarten die Vogeljäger Geldstrafen zwischen 300 und 2.000 Euro.

In den vergangenen Jahren hat sich einiges geändert. Die Gesetze wurden immer strenger, Jagdzeiten beschränkt und die Zahl der legalen Fanganlagen extrem reduziert. In Italien arbeiten die Behörden im Gegensatz zu anderen Ländern eng mit Organisationen wie dem «Komitee» zusammen, sagt Heyd. In diesem Jahr hat die Organisation rund 500 Bogenfallen eingesammelt, vor 15 Jahren waren es noch 15.000. «Im Jahr stellen wir etwa 80 Personen», sagt Heyd.

Doch im Zuge der Sparmaßnahmen der italienischen Regierung soll die Forstpolizei abgeschafft werden. «Das ist ein schwerer Schlag für uns», sagt Heyd. Denn der Forstpolizei seien viele der Fortschritte zu verdanken. Heute, schätzt Heyd, seien nur noch etwa 650.000 der einst mehr als zwei Millionen Jäger aktiv, die Zahl der Wilddiebe schätzt er auf 25.000. «Die große Aufgabe für die Zukunft», sagt Claudio Marucci, «liegt darin, die nachfolgenden Generationen über die Wichtigkeit von Umwelt- und Tierschutz aufzuklären.»

Felder und Wiesen immer artenärmer

Produktionsfläche statt Natur: Äcker in Deutschland bieten einer Untersuchung zufolge für immer weniger Arten einen Lebensraum.

Betroffen von dem Schwund seien Insekten, Vögel, Säugetiere, jedoch auch Pflanzen wie Wildkräuter, heißt es in dem Report, den der Europa-Abgeordnete Martin Häusling in Auftrag gegeben hatte.

Gerügt wird darin die industrielle Landwirtschaft, die etwa mit dem Einsatz von Dünger und Pestiziden wie dem umstrittenen Glyphosat große Schäden anrichte.

Autor Stephan Börnecke zeichnet in dem Bericht «Die (un-)heimliche Arten-Erosion», der in Berlin vorgestellt wurde, ein düsteres Bild: Die Landwirtschaft schade der Natur schleichend und vom Laien unbemerkt. EU-Ziele zur Sicherung der Artenvielfalt verpufften.

Vorzeigearten wie Kranich oder Seeadler würden zwar «gehätschelt». Schlecht sehe es dagegen bei «Allerweltsarten» aus: So gebe es etwa in Hessen zum Beispiel «praktisch keine» Feldgrashüpfer mehr, heißt es unter Berufung auf Biologen.

Dem Bericht nach hätten sich auch Bestände von 15 der 20 typischen Brutvögel in landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen kontinuierlich reduziert, in Einzelfällen um die Hälfte seit 1980. Auch Rebhuhn und Grauammer hätten gelitten. Vieles lasse sich schwer belegen, da Vergleichszahlen von früher fehlten.

Ein Sprecher des Deutschen Bauernverbands erklärte auf Anfrage, man wisse um die Probleme einiger Arten mit manchen Anbaustrategien. Landwirte würden jedoch zum Artenschutz beitragen, etwa mit freiwilligen Naturschutzkooperationen oder der Einrichtung von Lerchenfenstern, Lücken im Feld für den Nestbau oder die Futtersuche.

Auch das EU-Programm «Greening» sei hierzulande sehr gut angenommen worden: Landwirte erhalten Prämien, wenn sie fünf Prozent ihrer Flächen so bewirtschaften, dass sie die Artenvielfalt fördern. «Greening» wird in der Studie allerdings als «Totalausfall» gewertet, da die Regeln zu lasch seien.

Auch der Nachhaltigkeitsbericht des Statistischen Bundesamtes nennt als eine wichtige Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt die «intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung».

Zuviel Dünger auf unseren Feldern

In Niedersachsen landet noch immer zu viel Dünger auf den Feldern.

Obwohl die Tierzahlen in der Schweine- und Geflügelhaltung leicht gesunken sind und mehr Dünger aus den Überschussregionen in viehärmere Landesteile transportiert wurde, werden die zulässigen Nährstoffgrenzwerte in mehreren Landkreisen überschritten.


„Die Überdüngung der Felder belastet unsere Böden, das Wasser und das Klima. Umso wichtiger ist es, dass der Bund uns mit einem novellierten Düngegesetz endlich in die Lage versetzt, gezielter zu kontrollieren und Nährstoffströme abzugleichen", so Meyer. Der Nährstoffbericht wird seit 2013 jährlich von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums erstellt.

Von Juli 2014 bis Juni 2015 sind in Niedersachsen rund 59,6 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger angefallen, also Gülle, Festmist und Gärreste aus sogenannten Biogasanlagen. Damit ist die Düngermenge nur noch leicht um 0,4 Millionen Tonnen angestiegen, im zweiten Nährstoffbericht hatte die Steigerung noch 2,6 Millionen Tonnen betragen. Mit dazu beigetragen haben auch die nach langer Zeit erstmals leicht gesunkenen Tierbestände.

So wurden etwa 61.000 weniger Schweine und rund 190.000 Stück weniger Geflügel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gehalten, während die Zahl der Rinder leicht um etwa 16.000 Tiere gestiegen ist und auch die Zahl der Biogasanlagen leicht zunahm. Der anfallende Stickstoff aus Biogasanlagen erhöhte sich um rund 3.000 auf jetzt fast 58.000 Tonnen, während der Stickstoffanteil der Tierhaltung leicht sank, auf jetzt 265.500 Tonnen.

„Die Maßnahmen, um die Düngermenge zu reduzieren, zeigen bereits Wirkung, wir sind aber längst noch am Ziel", sagte der Minister. So wurde mit einem ressortübergreifenden Runderlass die Zusammenarbeit von Bau- und Düngebehörden für eine bessere Überwachung der Ställe geregelt. Durch verbindliche Kontrollen der Verwertungswege wurde eine landesweit sachgerechtere Wirtschaftsdüngerverwertung eingeleitet. „Und auch die Initiativen zur Förderung des Tierwohls bewirken, dass die Tierzahlen pro Betrieb tendenziell sinken", so Minister Meyer.

Optimistisch stimmt den Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Gerhard Schwetje, „dass das System der Meldepflicht greift. Die erneut gestiegene Anzahl von Meldungen zeigt das Problembewusstsein der Landwirte und deren Bereitschaft, das Nährstoffthema aktiv anzugehen." Die Anzahl der Einzelmeldungen hat sich noch einmal um 18.000 auf rund 151.000 erhöht.

Der neue Nährstoffbericht zeigt auch: Immer mehr Gülle wird aus den Überschussgebieten in Ackerbauregionen transportiert. Insgesamt wurden rund 34 Millionen Tonnen Dünger an andere Betriebe abgegeben, davon rund 3,1 Millionen Tonnen in andere Regionen. Der größte Teil davon stammt aus dem Weser-Ems-Gebiet (2,6 Millionen Tonnen). Dennoch führt das hohe Gesamtaufkommen zu erheblichen Nährstoffüberschüssen. Denn zusätzlich werden von den Landwirten bis zu 300.000 Tonnen Stickstoff aus Mineraldünger ausgebracht.

Wird der tatsächliche Nährstoffbedarf der Pflanzen zugrunde gelegt, beträgt der Stickstoffüberschuss im Land rund 81.000 Tonnen oder 30 Kilo pro Hektar und hat sich damit noch einmal um 14.000 Tonnen erhöht. Auch Kammerpräsident Gerhard Schwetje sieht hier weiteren Handlungsbedarf. Wenn die in den organischen Düngern enthaltene Stickstoffmenge in der Praxis mineralischen Stickstoffdünger ersetze, bestehe auf Landesebene „ein Einsparpotential bei Düngern von annähernd 80 Millionen Euro", so Schwetje. In Anbetracht der Nitratbelastung des Grundwassers müsse „die Düngermenge aber maßgeblich reduziert werden", sagte Minister Meyer.

Der Anteil an Grundwassermessstellen in Niedersachsen mit Nitratgehalten über dem Grenzwert von 50 Milligramm/Liter betrage rund 50 Prozent. „Diese anhaltend hohe  Belastung unseres Wassers ist nicht hinnehmbar", so der Minister. Schwetje kündigte an, die Kammer arbeite „mit Hochdruck daran, die Düngung mit Gülle, Mist und Gärresten sowie Mineraldünger weiter zu optimieren". Ein Ziel ist dabei, durch umweltschonende Verfahren die Nährstoff-Effizienz zu verbessern.

Staupe in Schleswig-Holstein festgestellt

Anlässlich des Nachweises von Staupeinfektionen bei mehreren Füchsen in Schleswig-Holstein rät das Landwirtschaftsministerium Hundebesitzern, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten.

Der lückenlose Schutz wird gewährleistet, wenn Welpen und Jungtiere im impffähigen Alter eine Grundimmunisierung erhalten und regelmäßig nachgeimpft werden. Dies teilte das Ministerium mit. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Seit Ende November 2015 waren bei Untersuchungen im Landeslabor bei fünf Füchsen aus dem südlichen Landesteil Staupeinfektionen nachgewiesen worden.

Es handelte sich um tot aufgefundene oder verhaltensauffällige Tiere. Es sind die ersten Staupe-Nachweise in Schleswig-Holstein bei Füchsen seit 2009. 2012 wurde zuletzt bei einem Steinmarder Staupe nachgewiesen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Staupeinfektionen auch in anderen Landesteilen auftreten.

In den letzten Jahren wurde in anderen Regionen eine Zunahme von Staupefällen beobachtet. Hier spielen Wildtiere als Virusreservoir, die Impfmüdigkeit von Hundehaltern und auch der Ankauf von infizierten Hunden aus dem Ausland eine Rolle.

Füchse werden als sogenanntes Virusreservoir des Staupevirus angesehen, d.h. ein Teil der Füchse ist infiziert, erkrankt jedoch nicht. Füchse finden sich durch das reichhaltige Nahrungsangebot und der schnellen Lern- und Anpassungsfähigkeit immer häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen an.

Daher können sich Hunde durch Füchse in ihrer näheren Umgebung oder auch beim Waldspaziergang infizieren. Insbesondere Jagdhunde tragen ein höheres Risiko der Ansteckung. Für sie gilt die Impf-Empfehlung besonders.

Die klinischen Symptome (Verlust der natürlichen Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen oder auch Aggressivität) der zentralnervösen Form der Staupevirusinfektion, können denen bei einer Tollwutinfektion ähneln. Auch wenn Deutschland frei von Wildtollwut ist, sollte insbesondere bei den beschriebenen Veränderungen des  Verhaltens auch bei kranken oder tot aufgefundenen Füchsen eine diagnostische Abklärung vorgenommen werden.

Wer einen kranken oder toten Fuchs findet, sollte den Revierinhaber oder die örtlichen Jäger verständigen. Wie immer gilt für alle Laien: Weder lebende noch tote Wildtiere sollten angefasst werden.

Hintergrund: Die Staupe ist eine durch das Canine Staupevirus hervorgerufene hochansteckende Erkrankung bei Hunden, Füchsen, Waschbären, Marder, Wiesel, Frettchen, Dachsen und Wölfen. Das Virus ist eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt, dennoch für Menschen ungefährlich.

Übertragen wird das Virus durch Speichel, Nasen- und Augensekret, sowie Kot und Urin infizierter Tiere. Auf direktem Wege durch gegenseitiges Belecken oder Tröpfcheninfektion sowie indirekt über verunreinigtes Futter, Wasser oder die Umgebung.

Das Krankheitsbild der Staupe ist vielschichtig. Es können Erscheinungen einer Lungenentzündung (Husten, Atembeschwerden), einer Magen-Darmerkrankung (Durchfall, Erbrechen), zentralnervösen Ausfallserscheinungen (Verlust der Scheu, Krämpfe Bewegungsstörungen) oder Hautveränderungen (Ausschläge, übermäßige Verhornung) auftreten. Diese können gleichzeitig oder zeitversetzt nacheinander vorkommen. Je nach Verlaufsform und Schwere des Krankheitsverlaufs liegt die Sterblichkeit zwischen 30 und 80 Prozent.

Besonders gefährdet sind Jungtiere durch die Ansteckung an Alttieren, die das Virus in sich tragen und ausscheiden, jedoch nicht selbst erkrankt sind.

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